innen = außen
In der letzten Woche haben wir bei uns intern erstmalig etwas veranstaltet, was den schönen Arbeitstitel “Zukunftstagung” trug. Es sollte darum gehen, die Vergangenheit - ohne die zu kennen Zukunft zu planen schwierig ist - Revue passieren zu lassen, und sich darauf aufbauend Gedanken um eben jene Zukunft zu machen: Was unsere Werte sind, wie wir unsere Produkte weiterentwickeln möchten, und was überhaupt unsere Vorstellungen einer Zukunft ist, die etwas weiter weg liegt als der nächste Merge Request.
Wo stehen wir?
Wenn eines sehr schnell deutlich wurde, dann dies: Es ist viel passiert, verdammt viel. Die Zeit, in der wir uns von einem Team, dessen Größe man mit einer einzelnen Hand beziffern kann, zu einem Team entwickelt haben, für das zwei Hände schon nicht mehr ausreichen, ist nur so dahingerast, und ohne auf dem Weg einmal gemeinschaftlich innezuhalten, ist kaum begreifbar, welchen Kraftakt wir bereits hinter uns haben und welche Herausforderungen uns noch bevorstehen.
Erfolge feiern
Zur Rückschau gehörte insofern neben einem kleinen Abriss unserer Firmengeschichte bis zurück zu den Anfangstagen eine Sammlung all dessen, was wir so in den letzten ca. 12 Monaten alles hinbekommen haben - extern wie intern. Denn eins ist sicher: Wenn man mittendrinsteckt und wenn mit jedem Schließen eines Issues gleich das nächste wartet, dann ist es gar nicht so leicht, sich bewusst zu machen, was man alles geschafft hat. Eine Feedbackkultur zu entwickeln, bei der wir sowohl für die eigenen Erfolge als auch für die Erfolge anderer im Team zunehmend Aufmerksamkeit aufbringen, hat sich zu einer stetigen und wichtigen Daueraufgabe entwickelt. Einmal im gesamten Team nachzuvollziehen und am Whiteboard festzuhalten, was denn alles so geklappt hat, ist nicht nur organisiertes Lob und sich selbst feiern, sondern auch ein Moment, in dem wir uns zusammenschweißen und uns versichern (oder wieder dafür sorgen), dass wir alle auf dem gleichen Weg unterwegs sind.
Wachstum
Als wir Ende 2010, Anfang 2011 erstmalig mit unserem Produkt Uberspace aufgetreten sind, waren wir gerade mal zu viert. Zu viert braucht man sich wenig Gedanken um Organisation und Teams zu machen: Die ganze Firma ist ein einziges Team, jeder weiß alles und ist irgendwie in allem involviert. So weit, so gut. Wer sich ein wenig mit Betriebs- und Personalführung beschäftigt, der weiß: So ab sieben, acht Personen funktioniert das nicht mehr. Wenn man keine expliziten Strukturen schafft, zerfällt das Gesamtteam einfach von alleine. Es geht also um sehr grundlegende Dinge: Wie stellen wir sicher, dass keine abgeschirmten Abteilungen entstehen, die nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander arbeiten? Wie sorgen wir dafür, dass alle Leute so gut wie möglich über alles informiert bleiben, was sie betrifft oder interessiert? Wie schaffen wir es, eine familiäre und positive Arbeitsatmosphäre aufrechtzuerhalten?